Start Gesundheit Die besten Tipps gegen Migräne

Die besten Tipps gegen Migräne

Die besten Tipps gegen Migräne

Alle Betroffenen wollen nur eines: Einen Migräneanfall so schnell wie möglich stoppen. Ein akuter Anfall geht oft mit vielen unterschiedlichen Symptomen einher, ein pulsierender starker Kopfschmerz in Kombination mit Übelkeit bis hin zu Brechreiz sind nur die bekanntesten. Ohne eine spezielle medikamentöse Behandlung lässt sich der Migräne nur schwer bekommen, doch mit Hausmitteln und dem eigenen Verhalten kann man starken Einfluss auf die Häufigkeit und stärke der Schmerz-Attacken nehmen. Hier geht es um die besten Tricks im Kampf gegen Migräne!

Das eigene Verhalten kann Migräne verursachen

Das eigene Verhalten kann einen Migräneschub auslösen, wichtig ist es im Alltag auf sogenannte Trigger zu achten und diese dann systematisch zu vermeiden. Dies sind die häufigsten Auslöser, auf die wir selbst einen Einfluss haben:

  1. Stress
  2. Alkohol
  3. Kaffee
  4. Zigarettenrauch
  5. Grelle Lichter & laute Geräusche

Viele weitere Situationen und auch Nahrungsmittel wie Milchprodukte oder deren Zusätze wie Aspartam können unter Umständen eine Migräne auslösen. Da dies sehr individuell sein kann, ist es notwendig die eigenen Trigger zu erforschen und dann zu meiden. Hierfür kann zum Beispiel eine Art Migräne Tagebuch geführt werden. Mit der Zeit lassen sich dadurch bestimmte Muster und Regelmäßigkeiten identifizieren.

Das eigene Verhalten kann Migräne mildern

Genauso wie es Verhaltensweisen gibt, die Migräne auslösen und verstärken, kann mit ihnen auch ein positiver Einfluss auf die Schmerzen genommen werden. Dies betrifft in der Regel sowohl die Häufigkeit als auch die Stärke der Attacken. Mit diesen Aktivitäten im Alltag lässt sich einiges bewirken:

  • Sport (zum Beispiel Radfahren, Joggen oder Walken)
  • Entspannung (zum Beispiel Joga oder Meditieren)
  • Schlaf (mindestens 8 Stunden pro Tag)

Bei diesen Maßnahmen handelt es sich um reine Migräneprophylaxe, die vor allem langfristig betrieben werden muss um eine Wirkung zu erzielen. Während eines akuten Anfalls sollte man sich Ruhe gönnen und in einen dunklen Raum ohne Geräusche zurückziehen.

Mit der richtigen Ernährung gegen Migräne

Auch die Ernährung hat einen wesentlichen Einfluss auf die Häufigkeit und Ausprägung von Migräneanfällen. Wie schon weiter oben genannt, können verschiedene Lebensmittel Auslöser von Migräne sein, genauso lässt sich mit einer abwechslungsreichen Ernährung, die den Bedarf an wichtigen Vitaminen und Mineralien deckt Prophylaxe betreiben. Experten raten ebenfalls dazu, alle Mahlzeiten regelmäßig einzunehmen und keine auszulassen (besonders häufig ist hier das Frühstück betroffen).

Vitamine sind wichtig bei Migräne

Wichtig für eine gesunde Ernährung mit Fokus auf die Migräneprophylaxe sind vor allem die Vitamine der B-Gruppe, allen voran B 2, B 6 und B12. Besonders kritisch ist in diesem Zusammenhang die Folsäure oder Vitamin B12, ein Großteil der Menschen deckt diesen Nährstoff nicht ausreichend, besonders Vegetarier und Veganer sind betroffen und sollten hier gegebenenfalls mit einem Nahrungsergänzungsmittel nachhelfen.

Magnesium spielt als Mineralstoff bei Kopfschmerzen eine große Rolle. Ein Mangel sollte in jedem Fall vermieden werden und tritt in besonderen Lebenssituationen, wie zum Beispiel der Schwangerschaft bei Frauen häufig auf. Lebensmittel mit einem hohen Magnesiumgehalt sind Nüsse und Samen.

Auch die Fettsäure Omega-3 ist ein Faktor, der sich nicht nur auf Migräne sondern auch Depressionen positiv auswirkt. Omega-3-haltige Lebensmittel sind fettreicher Kaltwasserfisch aber auch pflanzliche Produkte wie Walnüsse und Leinsamen. Unter Umständen kann mit einem Nahrungsergänzungsmittel für eine Deckung des Tagesbedarfs gesorgt werden.

Mutterkraut gegen Migräne

Mutterkraut ist eine Heilpflanze, deren Wirkung schon lange bekannt ist, trotzdem geriet sie in Vergessenheit. Bereits Karl der Große hat ihre Kultivierung in Kräutergärten gefördert und auch der Äbtissin und kräuterkundigen Hildegard von Bingen war Mutterkraut nicht unbekannt.

Die Pflanze deren Ähnlichkeit mit der Kamille nicht abgestritten werden kann lässt sich auch im eigenen Garten hervorragend anpflanzen. Für eine therapeutische Anwendung sollte jedoch auf ein entsprechendes Präparat zurückgegriffen werden. So sind Schwankungen der Wirkstoffe ausgeschlossen.

Tierversuche haben gezeigt, dass der Wirkstoff Parthenolid für die Wirkung gegen Migräne verantwortlich sein könnte. Auf jeden Fall ist Mutterkraut wieder in den Fokus klinischer Studien gerückt und seine Wirkung bei hormonbedingter Migräne konnte bestätigt werden. Aktuell werden weitere Versuche durchgeführt und die Forschungen vertieft. Mehr Informationen zu Mutterkraut gibt es unter https://mutterkraut.info/.

Pestwurz gegen Migräne

Pestwurz ist ebenfalls eine alte Heilpflanze die gerne zur Migräneprophylaxe verwendet wird. Die auch im Mutterkraut enthaltenen Sesquiterpene sollen für die Wirkungen des Krautes verantwortlich sein. Für Verunsicherung bei Ärzten, Apothekern und natürlich Patienten sorgten die ebenfalls enthaltenen Alkaloide. Diese standen im Verdacht toxisch auf die Leber zu wirken, was nach eingehender Untersuchung aber widerlegt werden konnte. Genauer ist dies in der Deutschen Apotheker Zeitung nachzulesen. Dort werden entsprechende Studien genauer beschrieben und es erfolgt eine Nutzen-Risiko-Bewertung.

Hausmittel gegen Migräne

Weitere Hausmittel lassen die Migräne zwar nicht von heute auf morgen verschwinden, können jedoch ebenfalls zur Prophylaxe hinzugezogen werden.

Ätherische Öle können der Entspannung zuträglich sein und auch mit ihren Inhaltsstoffen punkten. Empfohlen wird in der Regel eine Massage der Schläfen. Einige Öle können sehr „scharf“ sein, so dass das Mischen mit einem Trägeröl wie zum Beispiel Oliven- oder Arganöl notwendig ist. Werden ätherische Öle pur auf die Haut aufgetragen, kann es zu starken Reizungen kommen. Ätherische Öle, die bei Migräne angewendet werden können:

  • Pfefferminzöl
  • Lavendelöl
  • Rosmarinöl
  • Eukalyptusöl

Cayenne Pfeffer gilt als natürliches Schmerzmittel. Er wird oral eingenommen, am besten ein halber Teelöffel auf ein Glas warmes Wasser. Für den Geschmack können Honig und Saft zugegeben werden.

Auch Ingwer enthält schmerzstillende Substanzen. Wer möchte kann sogar einen Ingwertee mit Cayenne Pfeffer kombinieren.

Tee gilt generell als Hausmittel und es gibt einige weitere, die sich bei einigen Migränepatienten bewährt haben:

  • Oreganotee
  • Lindenblütentee
  • Zitronenmelissentee

Fazit

Auf Migräneanfälle kann selbst maßgeblich Einfluss genommen werden, ganz verhindern lassen sie sich aber in der Regel nicht. Wichtig ist trotzdem eine in den Alltag integrierte Migräneprophylaxe. Einige Heilkräuter können ebenfalls Linderung verschaffen, diese Art der Migränebehandlung sollte aber immer mit einem Arzt abgesprochen und mit schulmedizinischen Methoden untermauert werden.

Quellen

https://www.migraene-wissen.de

https://www.netdoktor.de/krankheiten/migraene/was-hilft-gegen-migraene/

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2005/daz-11-2005/uid-13627

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