Neue Chancen der Digitalisierung nutzen – Outplacement unterstützt beim Umbruch

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Die Google Suggest-Funktion, also die automatische Vervollständigung der Suchanfragen, ist ein wunderbarer Indikator für das was Deutschland aktuell beschäftigt. Gibt man den Begriff „Entlassungen“ ein, erscheinen hier drei deutsche Weltkonzerne als Vorschlag (Stand 22.08.2019).

Google Suggests zur Suchanfrage „entlassungen“ per 22.08.2019

Aus guten Gründen offensichtlich, denn diese Konzerne stehen vor großen Umbrüchen. Und, dass es nicht nur bestimmte Industriezweige betrifft, zeigt schon allein die Breite der Branchenzugehörigkeit dieser drei: Das größte Kreditinstitut Deutschlands (Deutsche Bank), DER deutsche Globalplayer in der Autoindustrie (Volkswagen) und der nach Umsatz weltweit größte Chemiekonzern (BASF).

Die Erklärungen dafür sind nicht allein in den strukturellen Veränderungen zu finden, die die Digitalisierung mit sich bringt. Zum Teil sind die Probleme auch hausgemacht durch Fehlentscheidungen des Managements wie bei der Deutschen Bank bzw. sogar den nachweislichen Betrug am Kunden, wie bei Volkswagen.

Der aktuelle Stand im wichtigsten deutschen Industriezweig

Für die deutsche Autoindustrie kommt noch ein weiterer Umstand erschwerend hinzu: Die Entwicklungen in der Elektromobilität wurden verschlafen oder zumindest stark unterschätzt.

Das macht den großen Autobauer nun schwer zu schaffen, aber noch stärker werden die Zulieferer betroffen sein. Das sind kleine und mittlere Unternehmen, die vor enormen Investitionskosten stehen, um die Produktionsanlagen auf die Elektromobilität umstellen zu können.

Wie sieht es perspektivisch in den nächsten Jahren aus? BMW, Daimler und VW sind weit vom Klimaziel der Europäischen Union entfernt. Die Autobauer sowie die Politik ringen um Lösungen, wie Deutschland seinen Rückstand aufholen kann.

Wie geht es nun weiter? Politik und Autobauer ringen

Ab 2021 gilt in Europa das verschärfte Klimaregime der EU. Wer dann im Schnitt der Neuwagenflotte mehr als 95 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstößt, den drohen empfindliche Strafen. BMW liegt aktuell bei 128 Gramm, Daimler liegt sogar bei 134 Gramm. Auch die Volkswagen-Gruppe ist noch weit von ihren Zielen entfernt. Nur mit massiv steigenden Verkäufen von Elektroautos können die Hersteller gegensteuern.

Doch in Europa bleiben – bis auf Norwegen – Elektroautos Ladenhüter, auch weil die Ladeinfrastruktur fehlt. Da weder die Ost- noch die Südeuropäer Anstalten machen, eine Ladeinfrastruktur aufzubauen, muss Deutschland aus Sicht der Autohersteller deutlich mehr investieren als seine europäischen Nachbarn.

Hinzu kommt erschwerend, dass sich die EU-Länder auch bei den Kaufprämien zurückhalten. So gibt es z. B. in Estland, Kroatien, Polen oder Lettland keinen Cent Unterstützung. Der Marktanteil von E-Autos liegt etwa in Polen bei fast null Prozent. Deutschland MUSS hier quasi ein Leitmarkt werden. Den Ausbau beschleunigen würden beispielsweise Fördermittel für Ladeinfrastruktur am Arbeitsplatz, in Wohn- oder Mietshäusern und auch in Gewerbegebieten.

Der Export ist seither ein enorm wichtiger Baustein für die deutsche Autobranche, denn rund drei Viertel aller Personenfahrzeuge in Deutschland werden für den Export produziert. Aktuell kämpft dieser Industriezweig mit einer schwächelnden Nachfrage aus dem Ausland. Im ersten Halbjahr dieses Jahres wurden knapp 1,9 Millionen Autos exportiert. Das sind rund 15 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) mitteilte. Das hat natürlich auch Einfluss auf die Produktion, die mit ca. 2,5 Millionen Autos bis Juni rund 12 Prozent unter dem Vorjahresniveau lag.

Die Chancen der Digitalisierung jetzt nutzen

Aber ist nun alles verloren und die deutsche (Auto-) Industrie dem Untergang geweiht? Natürlich nicht. Im Aufbau und Betrieb neuer Infrastrukturen für E-Mobilität oder bei mobilen Diensten steckt großes Entwicklungspotenzial, aber der Transferaufwand im Personalbereich ist enorm. Hier braucht es kompetente und erfahrene Outplacement-Profis für die strategische Planung und professionelle Umsetzung dieser Transformation in den Unternehmen

Diese Veränderungen werden ohne Umstrukturierungen im Personalbereich nicht möglich sein – das liegt auf der Hand. Der Grund für den Jobschwund: Die Produktion von Verbrennungsmotoren ist arbeitsintensiver. Die Elektroantriebe sind einfach weniger komplex und erfordern somit weniger Arbeitskraft.

Betroffen sind vor allem Fachkräfte. Es kann aber auch niedriger und höher Qualifizierte treffen, so Studien-Autoren des IAB. „Im Jahr 2035 werden knapp 114.000 Arbeitsplätze aufgrund der Umstellung auf den Elektroantrieb bei Pkw verloren gegangen sein“, sagt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer Untersuchung voraus. Hinzu kommt: Der Akku eines E-Autos stellt gut ein Drittel der Wertschöpfung eines Fahrzeugs. VW ist bislang der einzige deutsche Autokonzern, der eine eigene Batteriezellenfertigung plant. Hier braucht es also neue Fachkräfte mit den entsprechenden Kompetenzen. Auch bzw. vor allem die Zulieferer in der Automobilindustrie werden davon betroffen sein.

Für den strukturierten Umbruch braucht es Outplacement Profis

Der Wandel im Zuge der Digitalisierung braucht es Fachkräfte mit neuen Fachkenntnissen. Denn die Kernkompetenzen vieler Berufe verschieben sich immer weiter. So werden 58 Prozent aller Arbeitnehmer bis 2022 erhebliche Neu- und Weiterqualifizierungen benötigen – davon seien ganze 19 Prozent auf eine zusätzliche Ausbildung beziehungsweise Umschulung angewiesen, die zwölf Monate oder länger dauert, so die Wirtschaftswoche.
Doch lediglich 33 Prozent der Unternehmen gaben an, vor allem die Mitarbeiter, die es am meisten nötig haben, mit solchen Weiterbildungsmaßnahmen unterstützen zu wollen. Stattdessen investieren Betriebe laut der Studie lieber in High-Potentials beziehungsweise leistungsstarke Mitarbeiter (41 Prozent) und Führungspersonal (54 Prozent).

Umstrukturierung heißt letzlich immer auch ein stückweit Entlassungen. Und zwar unabhängig der Branche und der Unternehmensgröße. Für das professionelle Offboarding oder Exit-Management beim Austritt eines Mitarbeiters werden Experten aus der Outplacement-Beratung gebraucht – sogenannte Outplacement Consultings.

Der Begriff Outplacement (Außenvermittlung), auch Newplacement genannt, bezeichnet eine von Unternehmen finanzierte Dienstleistung für ausscheidende Mitarbeiter. Geht man professionell und strategisch sind von der Personalleitung, dem Betriebsrat, der Geschäftsleitung und dem betroffenen Mitarbeiter alle im Unternehmen involviert.

Übersicht „Beteiligte in einer Outplacement Beratung aus FAQ „Was ist Outplacement?“

Outplacement wird als professionelle Unterstützung zur beruflichen Neuorientierung angeboten, bis hin zum Abschluss eines neuen Arbeitnehmer-Vertrages oder einer Existenzgründung und bedeutet somit für beide Seiten eine neue Chance.

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