Die Liparischen Inseln – vulkanisches Paradies im Mittelmeer

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Das Mittelmeer ist jährlich das Ziel von Millionen sonnenhungrigen Urlaubern und entsprechend erforscht und touristisch erschlossen sind die meisten Reiseziele. Es gibt jedoch immer noch eine Handvoll Geheimtipps fernab der üblichen Touristenpfade und die Liparischen Inseln sind das beste Beispiel dafür. Diese zu Italien gehörenden Vulkaninseln befinden sich nördlich von Sizilien und somit direkt an der „Stiefelspitze“. Das Archipel besteht aus 7 Inseln, die allesamt seit dem Jahr 2000 aufgrund ihrer vulkanischen Vergangenheit zum UNESCO Weltnaturerbe gehören. Wer es bis hierher schafft, der wird mit einer atemberaubenden Landschaft, malerischen italienischen Dörfern und einem der besten Tauchgebiete des Mittelmeers belohnt.

Die Anreise

Da es auf den Inseln selbst keinen größeren Flughafen gibt, erfolgt der letzte Teil der Anreise auf die Liparischen Inseln in der Regel mit dem Boot. Am verlässlichsten und besten zu erreichen sind die Fähren in Neapel, die mehrfach pro Woche Kurs auf Lipari nehmen. Außerdem verkehren in der Sommersaison zweimal täglich Tragflächenboote von Neapel aus. Wer lieber über Sizilien anreist kann dies mit der Fährverbindung von Milazzo aus machen. Im Sommer gibt es auch einen Anschluss nach Messina und Palermo.

Die Highlights der Liparischen Inseln

Lipari – malerische Dörfer und traumhafte Strände
Die Insel Lipari ist die größte und bevölkerungsreichste der 7 Liparischen Inseln und Heimat von etwa 10.000 Menschen. Die meisten Urlauber erreichen die Liparischen Inseln über den Hafen Lipari und dementsprechend ist sie auch am meisten touristisch erschlossen. Ein ganz besonderes Highlight Liparis ist die Altstadt der gleichnamigen Inselhauptstadt. Sie scheint wie aus einem Katalog und lädt mit ihren engen und verwinkelten Gassen zum schlendern und entdecken ein.

Über ihr thront hoch auf einem Hügel die 500 Jahre alte Burganlange mit der Kathedrale San Bartalomeo. Bei einem Besch Liparis sollte man zudem auf keinen Fall das Archäologische Museum verpassen, das zu den besten seiner Art in ganz Italien zählt. Besucher lernen hier mehr über die bewegte Vergangenheit der Region und die Kulturen der Römer, Griechen und anderer Eroberer der Inseln. Doch Lipari ist nicht nur ein lohnendes Ziel für Städteurlauber, sondern auch für sonnenhungrige Badebegeisterte. Rings um die Insel finden sich unzählige Buchten, die zum Baden und Erholen einladen und die man häufig für sich ganz allein genießen kann.

Vulcano – Mondlandschaft mitten im Mittelmeer

Bei der drittgrößten der Liparischen Inseln ist der Name Programm und so erwartet sie ihre Besucher mit rauchenden Felsspalten und gelb leuchtenden Schwefelablagerungen, die an einen anderen Planeten erinnern. Die vulkanische Entstehungsgeschichte dieser Insel ist allgegenwärtig und unter ihr liegt ein schlummernder Vulkan, der jederzeit ausbrechen könnte. Umso spannender ist ein Besuch, bei dem man vom Kraterrand des Gran Cratere nicht nur einen wunderbaren Blick über die anderen Inseln hat, sondern auch in den schwelenden Krater schauen kann. Nach der Wanderung kann man sich in der Volcana Terme I Fanghi, einem großen schwefligen Schlammloch mit einer heilenden mineralischen Zusammensetzung, erholen.

Stromboli – das Spiel mit dem Feuer

Die Insel Stromboli ist eher spärlich bewohnt, was jedoch kaum verwundert, schließlich ist diese Insel die Heimat des einzigen aktiven Vulkans Europas. Er erwartet seine Besucher seit Jahren mit immer wieder auftretenden Lavaströmen und plötzlichen Lavafontänen. Da diese auch nicht ganz ungefährlich sind, darf man den Stromboli allein nur bis zu einer Höhe von 400 Metern besteigen, möchte man bis zum Gipfel ist das nur mit einem örtlichen Bergführer möglich.

All jene, die den anstrengenden Aufstieg auf sich nehmen werden mit einem der tollsten Sonnenuntergänge überhaupt und einem atemberaubenden Blick in das brodelnde Innere des einzigen aktiven Vulkans in Europa belohnt.

Salina – die grüne Perle der Liparischen Inseln

Salina ist die zweitgrößte Insel des Archipels und wird landschaftlich durch das Profil von 2 erloschenen Vulkanen geprägt. Dank der hohen Fruchtbarkeit der vulkanischen Erde erstrecken sich Weinplantagen und Felder auf Salina soweit das Auge reicht und sorgen für ein saftiges Grün. Fähren erreichen Salina in der Regel über den Hafen des Hauptortes Santa Marina, in dem es auch die meisten Hotels gibt.

Ein Besuch auf Salina eignet sich hervorragend zum Entspannen. Dazu kann man eine der örtlichen Wanderrouten entdecken, in einem malerischen Café die Stille genießen oder den aromatischen lokalen Wein auf einem der Weingüter verkosten.

Filicudi – alles, was das Taucherherz begehrt

Das Eiland von Filicudi ist eher abgeschieden und wird von nur wenigen Urlaubern besucht. Wer es jedoch erst einmal bis hierhergeschafft hat, den erwartet ein wahres Paradies für Taucher. Aufgrund der wechselhaften und starken Winde rund im Filicudi sanken vor der Küste der Insel zahlreiche Schiffe, deren Wracks heute hervorragende Tauchgründe bieten. Ein weiteres Highlight der Insel ist die Höhle Grotta del Bue Marino mit ihrem türkisenen und glasklaren Wasser. Sie ist nur per Boot zu erreichen, wobei die Fahrt selbst bereits ein Erlebnis ist, denn sie führt an dem vor der Küste der Insel liegenden Magmaturm Scoglio della Canna vorbei.

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