Brautaccessoires: Schritt für Schritt zum perfekten Brautstyling

Brautstraus
Foto von Lukas von Pexels

Ist das Hochzeitskleid gefunden, beginnt die Suche nach dem passenden und perfekten Brautstyling erst. Denn nicht nur das Kleid ist ein entscheidender Faktor, sondern auch Make-Up, Frisur und vor allem: die Brautaccessoires. Die Auswahl ist groß und natürlich muss sich nicht jede Braut für jedes Accessoire entscheiden. Wie überall gilt auch hier das Motto: Weniger ist mehr. Denn schließlich sollen Accessoires unterstreichen und hervorheben, aber keinesfalls das Kleid überstrahlen. 

Akzente setzen mit den passenden Brautaccessoires

Am Tag der Hochzeit ist das Brautkleid der absolute Blickfang. Um seine – und natürlich die der Braut – Vorzüge zu unterstreichen, sind Brautaccessoires eine tolle Möglichkeit. Sie setzen Akzente, bestimmen und unterstreichen den Stil der Braut. Allerdings sollten die kleinen, feinen Details erst nach dem Kauf des Brautkleides ausgesucht werden, damit alles auf diesen Blickfang ausgerichtet werden kann. 

Brautschmuck: ausgewählte Einzelstücke für die Ewigkeit

In Sachen Brautschmuck lohnt es sich, exklusive Einzelstücke zu wählen. Billiger Modeschmuck sollte am Hochzeitstag nicht in Betracht kommen, immerhin ist er einer der wichtigsten Tage im Leben eines Paares – und dementsprechend auch der Braut. Wer kein großes Budget hat, sollte sich also lieber ausgewählte Stücke entscheiden, die auch nach der Hochzeit immer wieder wunderbar zu besonderen Ereignissen getragen werden können. Hier lohnt es sich, nicht nur mit der Brautmodenverkäuferin zu sprechen, welche Stücke besonders gut zum ausgewählten Kleid passen, sondern auch einen Juwelier aufzusuchen. Auch im Internet kann man bisweilen tolle Schmuckstücke ausmachen. In Sachen Brautschmuck sind verschiedene Schmuckstücke möglich, wie:

  • Halsketten oder Colliers
  • Armreifen oder Armbänder
  • Ohrringe
  • Kopfschmuck

Dabei finden sich für jeden Stil passende Kostbarkeiten – egal, ob luxuriöse und romantische Prinzessin, elegante Linien im Classic Chic, natürlich schön und verspielt mit floralen Elementen, exklusiver Diamantschmuck oder puristischer Perlenschmuck. 

Brautschleier oder Headpiece: gut behütet

Für viele Bräute gehört er einfach dazu: der Schleier. Er ist eines der traditionellsten Brautaccessoires, dessen Ursprünge weit zurückliegen. Seit dem vierten Jahrhundert ist der Schleier in der christlichen Tradition verankert. Getragen wird er von der Breit beim Einzug in die Kirche vor dem Gesicht. Symbolisch steht er für die Reinheit und Unschuld der Braut. 

Heute ist der Schleier oft mehr modisches Accessoire und in verschiedenen Varianten erhältlich. Besonders gängig sind einfache Brautschleier, doppelte oder auch Juliet Cap Schleier. Wie die Bezeichnungen schon vermuten lassen, ist der einfache Schleier aus einer Lage Stoff gearbeitet, der doppelte aus zweien. Auch die „Cap“ bezeichnet bereits das Aussehen des Schleiers. Der Juliet Cap Schleier ist wie eine Kappe oder ein Häubchen konzipiert und meist mit Kopfschmuck oder Spitze kombiniert. Im Stil der 20er Jahre ist er so ein ganz außergewöhnliches Accessoire. 

Alternativ zum Schleier tragen viele Bräute auch gerne eine Tiara für das Prinzessinnen-Feeling. Aber auch Kämme oder elegante Clips eignen sich ideal, um die Brautfrisur nicht nur an Ort und Stelle zu halten, sondern das Outfit abzurunden. Wer auf ein modernes und avantgardistisches Outfit setzt, dem stehen auch Hüte oder Fascinators zur Verfügung. Wer es gerne natürlich hat, der kann sich auch wunderbaren Kopfschmuck aus Blumen fertigen lassen. Egal, ob kleines Schmuckstück aus Blüten oder Blumenkranz – hier können (fast) alle individuellen Wünsche und Vorstellungen umgesetzt werden. 

Brautschleier
Foto von Nika Zhorzholiani von Pexels

Wenn es etwas kühler wird: Brautjacke, Bolero und Stola

Wer nicht im Sommer heiratet, der wird um ein wärmendes Accessoire kaum herumkommen. Eine wärmende Möglichkeit ist somit herzlich willkommen. Ein Jäckchen, ein Bolero oder eine warme Stola aus Wolle ist dabei eine tolle und zugleich Ergänzung zum Brautoutfit. Natürlich kann man hier jede beliebige hübsche Jacke wählen, viele Bräute entscheiden sich aber gerne für etwas Besonderes. Dabei muss es nicht immer ein weißes Jäckchen sein. Es darf auch mal eine geplottete Jeansjacke sein oder eine rustikale Strickstola – Hauptsache, das Accessoire passt auch hier zum Kleid. 

Ebenfalls beliebt sind Brautcapes. Sie eigenen sich besonders gut für schulterfreie Kleider und bedecken zart die Schultern und sind als Ergänzung des Brautkleids ein tolles Accessoire. Brautcapes sind dabei eher dekorativ als funktionell und können durch zarte Spitze das Brautkleid ganz wunderbar umspielen. Praktisch sind sie auch für Bräute, die ihre Armpartie etwas verdecken möchten oder die ein schulterfreies Kleid tragen, aber kirchlich heiraten möchten. 

Kleine Details mit großer Wirkung: Gürtel und Schärpen

Schlichte Kleider lassen sich ideal mit einem Brautgürtel oder einer Schärpe ergänzen. Sie können nicht nur farblich ein Statement setzen, sondern das Brautkleid auch ganz hervorragend akzentuieren. Die Auswahl ist groß: mit Schmucksteinen besetzt, als schlichtes Band aus Spitze, als Seiden- oder Satinband in auffälliger oder dezenter Farbe – hier ist alles möglich. 

Sinnlich und traditionell: Das Strumpfband

Dieses Accessoire darf kaum fehlen – und dennoch ist es völlig in Ordnung, wenn Bräute sich dagegen entscheiden: das Strumpfband. Viele Bräute entscheiden sich hier für „etwas Blaues“ – das sich übrigens auch ganz wunderbar in Sachen Brautschmuck umsetzen lässt. Die heutige Tradition des Strumpfbandwurfs oder der Versteigerung dessen, hat seine Tradition aus dem 15. Jahrhundert. Während die Frauen den Brautstrauß werfen, ist der Strumpfbandwurf das Gegenstück für die Männer. Der Bräutigam nimmt seiner Braut das Strumpfband – auf die ein oder andere von den Trauzeugen vorgegebene Weise – vor den Augen der Gäste ab. Entweder wird das Band dann ähnlich wie der Brautstrauß in die Menge der Junggesellen befördert – oder aber auch versteigert, um die Hochzeitskasse des Brautpaars aufzufüllen. 

Unverzichtbar schön: Brautschuhe 

Zugegeben, wer eine Hippie- oder Strandhochzeit feiert, der kommt gerne auch mal barfuß. Ansonsten ist der Brautschuh allerdings ein unverzichtbares Accessoire. Der Schuh ist dabei in doppelter Hinsicht wichtig: er soll nicht nur zum Brautkleid passen und dabei toll aussehen, sondern muss auch bequem sein, damit die Braut sich den ganzen Tag über darin bewegen kann. 

Wer diese Kombination nicht in einem Schuh findet dem sei gesagt: Es ist völlig in Ordnung, zwei Paar Brautschuhe zu haben. Wer möchte, kann für Trauzeremonie, Fotos und Tanz andere Schuhe tragen, wie den Rest des Tages. Besonders abends, wenn die Braut damit ohne schmerzende Füße durch die Nacht tanzen kann zeigt sich, dass sich zwei Paar Schuhe lohnen. 

Brautschuhe
Foto von Terje Sollie von Pexels

Clutch, Beutel oder Täschchen: Platz für wichtige Kleinigkeiten

Besonders praktisch ist ein kleines Täschchen für die Braut, in dem Sie wichtige Accessoires verstauen kann, wie beispielsweise Taschentücher oder Lippenstift. Das Tässchen ist kein Muss, aber dennoch praktisch. Meist trägt zwar die Trauzeugin alles wichtige in der Tasche, doch mit eigenem Täschchen bleibt die Braut unabhängig und ist nicht auf die Nähe zur Trauzeugin angewiesen. Farblich ist die Braut hier ebenso flexibel, wie mit Gürtel oder Schärpe. Die Tasche kann entweder in einer passenden Farbe zum Kleid gewählt werden oder ein akzentuiertes Statement setzen. 

Brauthandschuhe: zauberhaft zart

Unsere Großmütter erinnern sich daran: Noch in den 1960er Jahren war es undenkbar für sie das Haus ohne Handschuhe zu verlassen. So gehörten Handschuhe selbstverständlich auch zu den unverzichtbaren Brautaccessoires. Heute sind Brauthandschuhe zwar eher unüblich, aber genau aus diesem Grund besonders. Sie wirken formell und können insbesondere in Kombination einem Hosenanzug oder Jumpsuit und einem schicken Headpiece besonders edel wirken. 

Traditionen

Es gibt viele Traditionen rund um Brautaccessoires. So soll die Braut an Ihrem Hochzeitstag mit sich tragen:

  • Etwas Altes
  • Etwas Neues
  • Etwas Geliehenes
  • Etwas Blaues

Dieser Brauch stammt ursprünglich aus Großbritannien und soll dem Paar eine glückliche Ehe sichern. Erklären lassen sich diese Elemente recht einfach: Etwas Altes steht für das, was hinter der Braut liegt. Die Familie, ihre Herkunft. Etwas Neues steht für den neuen, gemeinsamen Lebensabschnitt. Etwas Geliehenes soll das Glück übertragen, während das Blaue für Treue, Liebe und Reinheit steht. 

Überreicht werden die Kleinode oft von den Angehörigen der Braut, doch eine konkrete Tradition, wer was davon überreicht, gibt es nicht. Die Braut kann auch selbst dafür sorgen, schöner ist es aber dennoch, wenn Familie und Freunde sich darum kümmern. 

Weniger ist mehr: Brautaccessoires für den perfekten Look

Auch wenn die Masse an unterschiedlichen Accessoires groß ist: Bräute sollten sich bei der Auswahl lieber auf einige wenige ausgewählte Stücke setzen. Besonders in Sachen Schmuck lohnt es sich, exklusive Einzelstücke zu wählen, die auch später noch an diesen besonderen Tag zurückerinnern. Letztlich sind Brautaccessoires wunderbare Details, die das Brautstyling abrunden und das gesamte Outfit strahlen lassen. Sie setzen das Kleid und die Braut vorteilhaft in Szene und unterstreichen die Vorzüge. Es lohnt sich also, hier mit Bedacht vorzugehen und einzelne Stücke mit besonderer Sorgfalt auszuwählen.

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