Tipps für die Schaufensterdekoration – darauf kommt’s an

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Schaufensterdekoration

Im stationären Einzelhandel ist das Schaufenster eines der wichtigsten Werbemittel und ein essenzielles Instrument der Verkaufsförderung. Schließlich ist die Gestaltung der kleinen Ausstellfläche das erste, das einem vorbeilaufenden Passanten ins Auge springt. Es sollte daher die Bereitschaft zum Betreten des Ladens erhöhen und im besten Fall zur Kaufentscheidung führen. Wie sich dies gut erreichen lässt, erfahren Sie hier.

Kognitiv und emotional – die zwei Wirkungsebenen

Bei der Schaufensterdekoration wird zwischen zwei Wirkungsebenen unterschieden:

Zum einen gibt es die kognitive Ebene, wozu das Produkt selbst, die Preisgestaltung sowie der weitere Informationsgehalt gehören. Diese Faktoren liefern dem potenziellen Kunden wichtige Daten zur Kaufentscheidung.

Den anderen Teil bildet die emotionale Ebene, zu der die Dekoration selbst, die Beleuchtung sowie die Farbgestaltung des Schaufensters gezählt werden. Diese Punkte sollen die Emotionen des Kunden ansprechen und für Aufmerksamkeit sorgen.

Viele Ladenbesitzer fokussieren sich häufig zu sehr auf eine der Ebenen. Doch nur in Verbindung lässt sich der maximale Effekt erzielen. So wirkt ein karge Produktauslage mit Preisliste langweilig, auch wenn Sie nützliche Informationen bietet und selbst das größte optische Highlight im Schaufenster führt zu keinem Absatz, wenn dem Passanten nicht klar ist, was eigentlich angeboten wird.

Schaufensterdekoration

Gezielte Inszenierung statt reiner Dekoration

Um die Menschen auf der emotionalen Wirkungsebene anzusprechen, reicht es nicht aus, die Auslage mit einigen Produkten und Dekoartikel zum „Auffüllen“ auszustatten. So bieten LED-Lichterketten, textile Weingirlanden, kunstvolle Figuren und viele weitere Verschönerungsmethoden zwar wichtige Hilfsmittel bei der Dekoration, welche jedoch nicht selbst im Vordergrund stehen sollten.

Wichtiger ist die Inszenierung! Denn eine wahllose Nutzung von Dekoration wirkt schnell abschreckend. Verbunden mit einem durchdachten Konzept können Sie sie jedoch gezielt einsetzen, um die Neugier von Passanten zu wecken, bei ihnen Emotionen auslösen oder sogar eine kleine Geschichte zu erzählen oder eine Botschaft zu übermitteln. Mit einer gezielten Inszenierung ist die Wahrscheinlichkeit also größer, dass ein Passant zum Kunden wird.

Repräsentation des eigenen Angebots übers Schaufenster wiedergeben

Das Schaufenster ist das Aushängeschild des Ladens, und vermittelt dem Betrachter erste Vermutungen zu Ihrem Sortiment und Ihrer Qualität. Zudem gibt es Aufschlüsse über Ihre Zielgruppe, Preisgestaltung und Fachkompetenz. Als erster Schritt ist es also wichtig, sich eine gute Schnittmenge Ihrer Ware zu überlegen, die Ihr Geschäft möglichst genau repräsentiert.

Gestaltung mit Licht bringt Wärme hinter die Scheiben

Zur allgemeinen Ausleuchtung empfehlen sich Reflektoren, die in die Breite strahlen. Einzelne Produkte können Sie zusätzlich als Eyecatcher mit einzelnen Spots hervorheben. Achten Sie auf warmes Licht, welches bei Ihren Kunden eine gute Stimmung und positive Emotionen hervorruft – gerade in der kalten Jahreszeit wirkt diese „Wärme“ verlockend. Wenn möglich die Schaufensterbeleuchtung auch tagsüber anschalten – LED-Technik spart hierbei Strom.

Schaufensterdekoration

Breite, Tiefe, Höhe: Nutzen Sie den Raum aus

Für ein schönes Schaufenster lohnt es sich, den gesamten Platz zu verwenden – aber nicht zu überladen. Für die Horizontale empfehlen sich Tische oder stoffbezogene Kartons. Für die Ausnutzung der vertikalen Fläche können Sie Produkte und Dekorationselemente hintereinander anordnen und für die Höhe verwenden Sie am besten Regale. Auch hängende Elemente lassen sich einsetzen, um den Freiraum im oberen Drittel des Schaufensters zu füllen.

Wenn Sie die Breiten, Höhen und Tiefen dekorieren, ergibt sich ein Art „Stufensystem“, das viele Ausstellplätze für Produkte bietet, jedoch aufgrund der festen Ordnung nicht das Auge überfordert.

Saisonbezug: Abwechslung nicht vergessen

Ein gleichbleibendes Schaufenster wird auf Dauer langweilig. Tauschen Sie daher die Dekoration in etwa alle vier Wochen aus. Beziehen Sie sich zudem auf saisonale Anlässe wie Ostern, Schulanfang, Weihnachten und Co. Mit dieser Abwechslung erregen Sie selbst Aufmerksamkeit bei Menschen, die jeden Tag am Geschäft vorbeilaufen.

Beachten Sie die übliche Lauf- und Blickrichtung

Elemente, die im Fokus des Schaufensters stehen sollen, sollten stets in Augenhöhe platziert werden. Beachten Sie zudem die Laufrichtung. Eine übersichtliche Gestaltung ist hier wichtig, um vorbeilaufenden Menschen eine Möglichkeit zu geben, Produkte in der kurzen Zeit wahrzunehmen. Weniger ist bei der Schaufensterdekoration daher oft mehr.

Falls Sie mit der Ausstellfläche eine kleine Geschichte erzählen wollen oder geschriebene Worte nutzen, so halten Sie sich an die übliche Blickrichtung: Von links oben nach rechts unten.

Offene Türen senken die Schwellenangst

Auch die Gestaltung des Eingangsbereich ist neben dem Schaufenster nicht zu vernachlässigen. Mit einer warmen und einladenden Beleuchtung lässt sich nämlich der Schwellenangst von Interessierten entgegenwirken. Ein ungehinderter Blick in den Laden und ein freundliches „Willkommen“ an der Eingangspforte nimmt die innere Hemmung, den Laden zu betreten. Sieht der Kunde, was ihn im Geschäft erwartet, so ist er schneller geneigt, einzutreten.

Gleiches gilt für die gesamte Dekoration des Innenraums, die nach dem gewählten Konzept weitergeführt werden sollte. So ist eine schöne Gestaltung oft einer der letzten Faktoren, der zur Kaufentscheidung führt.

Schaufensterdekoration

Preisschilder sichtbar und eindeutig halten

Ihr Schaufenster vermittelt Informationen und soll Passanten zu Kunden wandeln. Preisschilder sollten daher stets gut sichtbar angebracht und eindeutig zugeordnet werden können, damit die Verbindung schnell hergestellt werden kann. Die Produkte, die sich im Fenster befinden, sollten natürlich stets vorrätig sein und für den Kunden schnell im Laden zu finden sein.

Bei Geschäften, die eine Dienstleistung anbieten, wie etwa einem Friseursalon, lohnt es sich auch Preisschilder und Aktionen im Fenster anzupreisen, selbst wenn keine greifbaren Produkte ausgestellt werden. Hier ist die Sauberkeit und Attraktivität des Schaufensters besonders wichtig, da es einen Eindruck von der Arbeit im Inneren vermittelt.

Weitere Tipps für die Gestaltung von Schaufenstern:

  • Werten Sie die Wirkung Ihrer Schaufensterdekoration regelmäßig aus. Vermerken Sie dafür, ob die Fenstergestaltung Einfluss auf die Kundendichte hatte oder Fragen Sie Kunden und Passanten direkt nach ihrer Meinung. Aus den Daten und Antworten können Sie Rückschlüsse ziehen und das Schaufenster optimieren.
  • Werden Sie kreativ: Sie können es mit Charme oder Witz versuchen oder auch ein Rätsel in Ihrem Schaufenster integrieren und es so für ein Preisausschreiben nutzen.
  • Sie benötigen für das Schaufenster keine teuren Requisiten. Schauen Sie sich beispielsweise auf dem Flohmarkt um. Hier finden Sie unterschiedlichste Stoffe und Materialien, die sich günstig verwenden lassen. Zudem stoßen Sie wohlmöglich auf den ein oder anderen Gegenstand, der bei Ihnen und Ihren Kunden besondere Emotionen oder Nostalgie auslösen könnten.
  • Bewegliche Elemente geben in jedem Schaufenster bei jeder Geschäftsart eine gute Figur ab. Dazu gehören Modeleisenbahnen, sprudelnde Wassersäulen oder Monitore mit Bewegtbild – diese Dinge verleiten zum Verweilen vor dem Schaufenster.
  • Staub, tote Insekten und Pflanzen sowie dreckige Scheiben sind No-Gos im Schaufenster. Prüfen Sie daher vor und nach den Öffnungszeiten, ob hier alles in Ordnung ist.
  • Überfluten Sie zur Weihnachtszeit nicht Ihr Schaufenster.

Mit diesen Hinweisen und Tipps können Sie Ihre Schaufensterdekoration im Handumdrehen aufwerten und somit einen wichtigen Schritt für das Gesamtimage Ihres Ladens tun. Lassen Sie Ihrer Inspiration freien Lauf und machen Sie die Ausstellungsfläche zu einem kleinen Erlebnis – dann werden bestimmt viele Nasen am Fenster plattgedrückt!

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